Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte fünf Ausschüsse gebildet, die ihn bei seiner Arbeit unterstützen.

 

Der Präsidial-/Nominierungsausschuss kam im vergangenen Jahr elfmal zusammen, davon sechsmal außerordentlich. Der Präsidialausschuss bereitete gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat die Beschlüsse des Aufsichtsrats vor und befasste sich in dem Zusammenhang vor allem Anfang des Jahres mit dem aktuellen Stand der Verhandlungen mit der EU-Kommission sowie mit Vorstandsangelegenheiten, insbesondere mit Zeitpunkt und Verfahren des Wechsels an der Spitze des Vorstands sowie der Verkleinerung des Vorstands. Soweit erforderlich, wurden Beschlüsse gefasst oder dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben.

 

Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr viermal und führte ein schriftliches Beschlussverfahren durch. Durch den Wegfall einer ursprünglich geplanten Sitzung wurden dem Ausschuss relevante Unterlagen auch außerhalb einer Zusammenkunft zugeleitet. An den Sitzungen nahmen regelmäßig auch Vertreter des Abschlussprüfers teil. Der Risikoausschuss befasste sich intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank. In diesem Zusammenhang beschäftigte er sich mit dem Strategic Risk Framework, das den Risikorahmen für die Geschäftsstrategie und Planung darstellt. Das Strategic Risk Framework (SRF) enthält neben den risikostrategischen Grundsätzen das Risk Appetite Statement (RAS), das gemäß den Vorgaben des Financial Stability Boards (FSB) formuliert ist. Des Weiteren konsolidiert das SRF die Risikostrategien, die Methodik für die Ableitung des RAS, die Risikolimite und Risikoleitplanken sowie die SRF-Governance, d.h. die Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten im Kontext des SRF. Ebenso wurden für die Bank bedeutsame Einzelengagements wie die regelmäßig vorgelegten Portfolioberichte zu den einzelnen Assetklassen diskutiert. Über alle vorlagepflichtigen Engagements hat sich der Risikoausschuss informieren lassen und seine Zustimmung zu den nach dem Gesetz zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen erteilt. Insbesondere ließ sich der Ausschuss in allen Sitzungen zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Risikolage berichten. Inwieweit die durch die Vergütungssysteme der Bank gesetzten Anreize die Risiko-, Kapital- und Liquiditätsstruktur hinreichend berücksichtigen, war Gegenstand einer gemeinsamen Sitzung des Risikoausschusses mit dem Vergütungskontrollausschuss.

 

Der Prüfungsausschuss kam im Jahr 2016 dreimal zusammen und erhielt zusätzlich relevante Informationen auch außerhalb der Sitzungen. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an allen Sitzungen teil. In seiner ersten Sitzung am 7. Juni 2016 erörterten die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit dem Abschlussprüfer den Jahres- und Konzernabschluss 2015 der Bank sowie die entsprechenden Prüfungsberichte. In diesem Rahmen befasste sich der Prüfungsausschuss auch mit dem Abhängigkeitsbericht. Der Ausschuss überprüfte die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers nach den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf Basis der Unabhängigkeitserklärung der Prüfungsgesellschaft und bereitete die Bestellung der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer für 2016 vor. In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 24. August 2016 hat der Abschlussprüfer seine Ergebnisse aus der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts vorgestellt und mit dem Ausschuss erörtert, bevor der Bericht veröffentlicht wurde. Außerdem wurden in dieser Sitzung erste Ergebnisse aus der Jahresabschlussprüfung mit dem Ausschuss behandelt. Darüber hinaus nahm der Prüfungsausschuss Kenntnis von den neuen Anforderungen an Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat durch die EU Audit Reform. In der Sitzung am 7. Dezember 2016 hat sich der Prüfungsausschuss ausführlich mit dem Projekt zur Umsetzung der Anforderungen der EU Audit Reform befasst. Regelmäßig wurde dem Ausschuss über die Beauftragung des Abschlussprüfers mit prüfungsfremden Aufträgen, über die Arbeit der Internen Revision und Fragen der Compliance berichtet. Von der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems – insbesondere der Internen Revision und des Internen Kontrollsystems – hat sich der Ausschuss durch Erörterung entsprechender Berichte überzeugt. Darüber hinaus erörterte der Ausschuss die Ergebnisse der Depotprüfung und der Prüfung der Wertpapierdienstleistungsgeschäfte nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Schließlich ergänzten aktuelle Berichte zum Umbau der IT sowie der IT-Strategie die Sitzungsthemen.

 

Der Vergütungskontrollausschuss kam im Berichtsjahr dreimal zusammen und tagte darüber hinaus einmal gemeinsam mit dem Risikoausschuss. Dabei hat er sich vertieft mit den Vergütungssystemen der Bank beschäftigt und sich regelmäßig über den Stand der Umsetzung der Vorgaben der Institutsvergütungsverordnung sowie den aktuellen Stand über gesetzliche Entwicklungen auf dem Gebiet der Vergütung im Bankensektor berichten lassen. Außerdem hat der Vergütungsbeauftragte dem Vergütungskontrollausschuss über die Ergebnisse seiner Kontrollhandlungen berichtet und dem Ausschuss seinen jährlich zu erstellenden Vergütungskontrollbericht vorgestellt. Der Vorsitzende des Vergütungskontrollausschusses hat sich auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig mit dem Vergütungsbeauftragten über relevante Themen ausgetauscht.

 

Eine Sitzung des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes zu bildenden Vermittlungsausschusses war im Jahr 2016 nicht erforderlich.

Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig in den jeweils darauf folgenden Plenumssitzungen über die Arbeit und die Ergebnisse der Beratungen der Ausschüsse.