Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2016 war geprägt von einer weiteren Stärkung unseres operativen Geschäfts, der finalen Entscheidung im EU-Verfahren sowie den Vorbereitungen für den geplanten Eigentümerwechsel im Jahr 2018. Gleichzeitig haben wir unsere internen Abläufe konsequent verbessert. Dazu zählt, dass wir unser Risikoressort neu adjustiert und die Marktbereiche zu einer schlagkräftigen Einheit zusammengelegt haben. In der Konsequenz ist auch unser Vorstand schlanker geworden. Des Weiteren haben wir die Transparenz und die Verfügbarkeit unserer Markt- und Risikodaten gesteigert – die Stichworte lauten: integrierte Gesamtbanksteuerung sowie „gläserne Bank“.

Mehr denn je betrachten wir es als unsere Aufgabe, die Organisation in unserem Haus fortlaufend den steigenden Herausforderungen anzupassen. Das ist nicht nur wichtig, um im intensiven Konkurrenzkampf zu bestehen. Damit legen wir auch das Fundament für eine langfristig positive Entwicklung unserer Bank.

Im Jahr 2016 haben wir erneut gezeigt, dass unsere Kernbank vital und am Markt bestens positioniert ist. Das verdeutlicht unser Jahresergebnis eindrucksvoll: Das Vorsteuerergebnis unserer Kernbank lag – vor Konsolidierungseffekten – mit 639 Millionen Euro gut dreimal so hoch wie 2015, der Konzerngewinn vor Steuern lag bei 121 Millionen Euro. Beim Neugeschäft haben wir mit 8,9 Milliarden Euro das starke Niveau des Vorjahrs erreicht. Dabei sticht der Bereich Unternehmenskunden besonders heraus, der sein Neugeschäft um etwa 20 Prozent ausgebaut hat. Bei den gewerblichen Immobilien gehören wir zu den drei größten Finanzierern in Deutschland, bei der Finanzierung alternativer Energieträger – hier geht es um Windkraftanlagen und Solarparks – gehören wir zu den Top 5 in Europa. Bei Kapital und Liquidität hat die HSH Nordbank ebenfalls weitere Fortschritte erzielt: Unsere harte Kapitalquote (CET1 phase-in) von soliden 14,1 Prozent erfüllt die Erwartungen der Marktteilnehmer und trägt zur Stabilität unserer Ratings bei. Ebenfalls wichtig: 2016 sind wir beim Abbau von Altkrediten aus der Zeit vor 2009 erneut vorangekommen. Insgesamt haben wir zehn Milliarden Euro (EAD) abgebaut – fünf Milliarden Euro durch die Übertragung an die Anstalt öffentlichen Rechts der Länder (AöR), zusätzliche fünf Milliarden Euro dann im Zuge unseres Tagesgeschäfts. Dieser Abbau der Altlasten wird innerhalb der eng gesetzten Grenzen der Garantie weitergehen. Dabei ist uns sehr bewusst, wie schwer diese Altlasten in Verbindung mit der Garantie auch künftig noch für unser Haus wiegen werden.

Nach der Beendigung des EU-Verfahrens hat die HSH Nordbank 2016 ihre operative Stärke wieder stärker ausspielen können. Die Kombination aus Branchenkenntnis, guten Prozessen und exzellenten Kontakten zu den Akteuren in Wachstumsbranchen eröffnen der Bank – bei allen Unwägbarkeiten, die es zu berücksichtigen gilt – auch in Zukunft gute Chancen. Die neuen Eigentümer werden diese nach 2018 mutig nutzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift: Vorstandsvorsitzender
Stefan Ermisch
Vorstandsvorsitzender
Unterschrift: Finanzvorstand
Oliver Gatzke
Finanzvorstand
Unterschrift: Risikovorstand
Ulrik Lackschewitz
Risikovorstand
Unterschrift: Marktvorstand
Torsten Temp
Marktvorstand